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Eizeitigung
Aufzucht |
Es
geht los...

Zwischen 8 und 24 Stunden nach der Aufnahme der Spermatophore(n) durch
das Weibchen ist die Befruchtung abgeschlossen, und die Eiablage beginnt.
Das erste Anzeichen, das man bemerken wird, ist, daß das Weibchen
ungewöhnlich aktiv wird und im ganzen Becken herumschwimmt, um
geeignete Ablageplätze zu finden. Wer zu diesem Zeitpunkt noch
keine Wasserpflanzen (echte oder künstliche) im Becken hat, braucht
sich keine großen Hoffnungen auf Nachwuchs mehr zu machen, denn
das Weibchen wird in Ermangelung von Pflanzen die Eier an Steine,
Filterkörper etc. heften und es damit schwer machen, die Eier
in ein Zeitigungsbecken zu verbringen.
Hat man Pflanzen oder ähnliche Gebilde im Becken (wichtig ist
noch, daß die Pflanzen im Bodengrund verankert werden, da frei
schwimmende oder herumrollende Objekte nicht zur Eiablage benutzt
werden), wird das Weibchen diese aber bevorzugt zur Eiablage benutzen.
Dazu umklammert es, wie auf dem nebenstehenden Foto leider nur im
Ansatz zu erkennen, die Pflanze mit den Hinterbeinen und entläßt
ein bis drei Eier aus der Kloakenöffnung, die durch ihre anfangs
klebrige Konsistenz an der Pflanze haften bleiben. Danach schwimmt
es weiter, um für die nächsten Eier einen anderen Platz
zu finden. Aufgrund der beengten Raumverhältnisse im Aquarium
wird es allerdings mit allergrößter Wahrscheinlichkeit
noch mehrmals Eier an derselben Pflanze ablegen.
Bei dieser Gesäßakrobatik, die die anstrengendste Aktivität
im gesamten Leben des Weibchens darstellt, schont es sich nicht im
geringsten (was soll es auch machen, die Eier müssen ja schließlich
raus...). Im Zuge dessen muß auch des öfteren die Schnauze
in den Bodengrund gebohrt werden, was deutlich illustriert, warum
Axolotl nicht auf scharfkantigen Untergründen wie Lavabrocken
gehalten werden sollten.
Die Eiablage dauert mehrere Stunden. In deren Verlauf werden, an verschiedenen
Stellen des Beckens, 80 bis 500 Eier abgelegt (manche Quellen berichten
sogar von bis zu 1000 Eiern in einem Gelege, allerdings habe ich solche
Zahlen bisher noch nicht aus berufenem Munde gehört). Wie viele
Eier abgelegt werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Weibchen,
die zu jung zur Zucht herangezogen werden, haben in ihrem ersten Gelege
oft nicht mehr als 80 Eier. Ausreichend alte Weibchen (mindestens
12 Monate, besser 18 Monate) legen im ersten Anlauf meist 150 bis
250 Eier.
Ist die Eiablage beendet, hat das Weibchen vor allem erst einmal Hunger
und kann sofort und ausgiebig gefüttert werden.
Direkt nach der Ablage haben die Eier einen Durchmesser von etwa 3 mm,
quellen aber rasch auf und messen dann etwa 6 mm. Hat man keine
anderen Tiere wie Schnecken oder Fische im Aquarium, können die
Eier prinzipiell ruhig noch ein paar Tage im Elternbecken verbleiben,
während man das Zeitigungsbecken vorbereitet. Spätestens
nach fünf bis sieben Tagen (abhängig von der Wassertemperatur)
sollten die Eier aber in ein separates Becken verbracht werden, da
die schlüpfenden Larven sonst nicht die geringste Chance haben,
der Freßgier ihrer Eltern zu entkommen (abgesehen davon, daß
die Fütterung der Larven in einem normal gefilterten und eingerichteten
Becken praktisch unmöglich ist).
Gelegentlich kann es vorkommen, daß das Weibchen zwei bis vierzehn
Tage nach dem ersten noch ein zweites Gelege absetzt. Liegen die beiden
Gelege zeitlich mehr als drei Tage auseinander, empfiehlt es sich,
sie in zwei getrennten Zeitigungsbecken unterzubringen, da ansonsten
die älteren Larven die jüngeren als Futter ansehen werden.
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